Was ist GHK-Cu?
GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer²⁺) ist ein natürlich vorkommendes Kupfer-Tripeptid, das erstmals 1973 von Dr. Loren Pickart im menschlichen Blutplasma identifiziert wurde. Es besteht aus drei Aminosäuren – Glycin, Histidin und Lysin – in Verbindung mit einem Kupfer(II)-Ion, das über den Imidazol-Ring des Histidins koordiniert ist.
GHK-Cu ist kein Fremdstoff, sondern ein körpereigenes Molekül mit physiologischer Bedeutung: Im jungen Erwachsenenalter liegt seine Konzentration im Plasma bei etwa 200 ng/mL und sinkt mit dem Alter auf unter 80 ng/mL. Dieser altersbedingte Rückgang korreliert mit verminderter Wundheilung, Abnahme der Hautdicke und reduzierten Gewebeerneuerungsraten – ein Befund, der das wissenschaftliche Interesse an diesem Peptid begründet.
Bemerkenswert ist die Breitenwirkung von GHK-Cu: Eine DNA-Microarray-Analyse zeigte, dass es die Expression von über 4.000 menschlichen Genen reguliert (Pickart & Margolina, 2018), darunter Gene für Wundheilung, entzündliche Reaktionen und Stammzellenteilung – eine Vielseitigkeit, die für ein Tripeptid außergewöhnlich ist.

Forschungsverbindung · Nur für wissenschaftliche Zwecke
GHK-Cu (Tripeptid-Kupferkomplex)
Tripeptid-Kupferkomplex · Gly-His-Lys · Mol.-Gew. 340 Da (freie Säure) · lyophilisiert
- 50mg lyophilisiertes Pulver pro Vial
- ≥99% Reinheit, HPLC-verifiziert
- Analysezertifikat (CoA) inklusive
- Hergestellt in EU-GMP-Laboren
Wirkmechanismen
Kollagensynthese & -remodeling
GHK-Cu stimuliert Fibroblasten zur Produktion von Kollagen I, III und Elastin. Gleichzeitig aktiviert es Matrix-Metalloproteinasen (MMPs), die geschädigtes, vernetztes Kollagen abbauen – ein ausgewogenes Remodeling statt einseitige Stimulation.
Antioxidative Abwehr
Das Kupfer-Ion koordiniert mit Superoxid-Dismutase (SOD) und katalytisch aktiven Enzymen und erhöht die zelluläre antioxidative Kapazität.
TGF-β-Signalweg
Modulation des Transforming Growth Factor-β-Signalwegs: In Wunden fördert GHK-Cu TGF-β-vermittelte Heilung; in überaktiven Fibroblasten (Fibrose) moduliert es diesen Weg dämpfend.
Stammzell-Regulation
GHK-Cu fördert die Migration und Differenzierung mesenchymaler Stammzellen in Richtung Fibroblasten und Osteoblasten – relevant für Wundheilung und Knochenregeneration.
Wissenschaftliche Studien
Wundheilung
Eine Studie in Journal of Investigative Dermatology (1994) zeigte, dass topisch appliziertes GHK-Cu die Heilung von Operationswunden deutlich beschleunigte: Stärkere Kollagenablagerung, frühere Kontraktion und verbesserter Tensile Strength im Vergleich zu Kontrollen.
Haarwachstum
In Archives of Dermatological Research (2007) wurde gezeigt, dass GHK-Cu die Anzahl und Größe der Haarfollikel in Mausmodellen signifikant erhöhte und die anagene (Wachstums-)Phase verlängerte. Inzwischen ist GHK-Cu ein Bestandteil mehrerer topischer Haarwachstums-Formulierungen, die in Anwenderbeobachtungen positive Ergebnisse zeigten.
Neuroprotektion
Überraschende neuroprotektive Eigenschaften wurden in Rejuvenation Research (2013) dokumentiert: GHK-Cu aktivierte neuroprotektive Gene und reduzierte die Expression von mit Neurodegeneration assoziierten Genen in menschlichen Neuroblastoma-Zellen – ein völlig unerwartetes Wirkspektrum für ein klassisches Hautpeptid.
Anti-Fibrose
Lungen- und Leberfibrose-Modelle zeigten, dass GHK-Cu die TGF-β1-induzierte Kollagenüberproduktion hemmte (Chest, 2010). Dies deutet auf einen dualen Mechanismus hin: Wundheilung fördern, aber krankhafte Überschussfibrose hemmen – ein therapeutisch wertvolles Profil.
| Anwendungsbereich | Evidenz | Route |
|---|---|---|
| Wundheilung (Haut) | Mehrere klinische Studien | Topisch |
| Haarwachstum | Tier + Anwenderbeobachtung | Topisch |
| Anti-Aging (Hautstruktur) | In-vitro + kleine Humanstudien | Topisch |
| Neuroprotektion | Zellstudien | Systemisch (Forschung) |
| Lungen-/Leberfibrose | Tier + Zellstudien | Systemisch (Forschung) |
Fazit
GHK-Cu ist eines der am besten dokumentierten körpereigenen Peptide mit bereits bestehenden topischen Anwendungen in der Kosmetik- und Dermatologie. Die Breite seiner Wirkungen – von der Kollagenstimulation über Haarwachstum bis hin zu neuroprotektiven und anti-fibrotischen Effekten – macht es zu einem einzigartigen Forschungsobjekt. Mit zunehmend klarem mechanistischem Verständnis und einer Datenlage, die weit über rein präklinische Tierstudien hinausgeht, gehört GHK-Cu zu den wissenschaftlich solidesten Peptiden in der Anti-Aging-Forschung.
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich wissenschaftlicher Information. Die auf VeloxPeptide angebotenen Produkte sind nicht zur Einnahme bestimmtund ausschließlich für wissenschaftliche Forschungszwecke vorgesehen.

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GHK-Cu (Tripeptid-Kupferkomplex)
Tripeptid-Kupferkomplex · Gly-His-Lys · Mol.-Gew. 340 Da (freie Säure) · lyophilisiert